Die Teilnehmenden der Computational Thinking Workdays lernten am 25. und 26. Februar 2026 im Rahmen von zwei Praxistagen, mit Robotern umzugehen. Sie entwickelten ein Verständnis dafür, wie man einem Thymio-Roboter Befehle erteilt und ihn dazu bringt, ein Problem selbstständig zu lösen.
Dafür nutzten sie die Methode des Computational Thinking – eine lösungsorientierte Denkweise aus der Informatik: Sie zerlegten ein Problem in einzelne Schritte, erkannten Muster und filterten das Wesentliche heraus, um anschließend einen Algorithmus zu entwickeln. Dieser dient dem Roboter als klare Schritt-für-Schritt-Anleitung.
Computational Thinking: Eine wichtige Zukunftskompetenz
Diese Vorgehensweise beschreibt ein Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine, das zu unserem heutigen technischen Fortschritt beiträgt und immer mehr an Bedeutung gewinnt.
„Unsere Lebens- und Arbeitswelt digitalisiert sich in atemberaubendem Tempo. Darum ist es für die Schülerinnen und Schüler als Fachkräfte von morgen wichtig, früh ein ausgeprägtes Verständnis für die Funktionsweise von Maschinen und Robotern zu entwickeln. Indem wir sie im Umgang mit intelligenten Maschinen schulen, fördern wir ihre digitale Souveränität und machen sie so fit für die Arbeitswelt der Zukunft“, erklärt Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm.
Praxisnahes Lernen mit echten Robotern
Im zweitägigen Workshop erforschten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeiten und Grenzen eines Thymio-Roboters und fanden eigenständig Lösungen für immer komplexere Problemstellungen. Schließlich standen die Jugendlichen vor der Aufgabe, einen kniffligen Parcours mit herausfordernden Hindernissen zu bewältigen.
Um das zu schaffen, war mehr notwendig als Computational Thinking: „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer lernten nicht nur viel über die Funktionsweise von Thymio-Robotern, sondern stellten auch logisches Denken, Kreativität und Teamwork unter Beweis“, so die Projektleiterin Manuela Wolf von der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern. Die Initiative realisiert viele weitere Projekte, mit denen sie junge Menschen für technische Themen und Berufe begeistert.
Auch Lehrkraft OStR Nadine Dietz zeigt sich beeindruckt: „Für die Jugendlichen war es enorm spannend zu sehen, wie eindeutig Befehle an Roboter übergeben werden müssen und wie am Ende ein Code zur Lösung komplexer Aufgaben aussieht. Sie hatten viel Spaß und werden diese erlebnisreichen Tage nicht so schnell vergessen.“
Der Workshop knüpfte dabei auch an den Modulunterricht Gamification der bayerischen Wirtschaftsschulen an, der laut Lehrplan den Einsatz spielerischer Elemente und digitaler Technologien fördert, um Problemlösekompetenzen, Motivation und selbstständiges Lernen der Schülerinnen und Schüler zu stärken.