Wieso rollt eine Kugel scheinbar aufwärts oder warum bleibt ein Ballon in der Luft? Zwei Wochen lang verwandelt sich die Grundschule Hutthurm-Büchlberg in einen interaktiven Experimentierparcours. Im Rahmen der MINIPHÄNOMENTA können die Schülerinnen und Schüler an zahlreichen Stationen Phänomene aus den Bereichen Schwerkraft, Luftdruck oder Optik eigenständig erforschen.
Das Besondere am pädagogischen Konzept: Die Kinder suchen ohne Erklärungen von Erwachsenen nach eigenen Antworten. „Dies fördert ein tiefes Verständnis für die naturwissenschaftlichen Phänomene genauso wie das Selbstbewusstsein und die Eigeninitiative der Kinder“, erklärt Projektleiterin Elisa Franko. Auch Schulleiterin Martina Müller beobachtet begeistert, wie die Neugier der Kinder vor, während und nach dem Unterricht keine Grenzen kennt.
Das Projekt ist Teil der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern, die seit 25 Jahren junge Menschen für technische Themen begeistert. Pro Schuljahr können zwölf bayerische Grundschulen an diesem Angebot zur frühen MINT-Bildung teilnehmen. Für die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm, die das Projekt als Hauptförderer unterstützen, steht die Nachwuchssicherung im Vordergrund. Laut bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt ermöglicht die MINIPHÄNOMENTA eine praxisnahe Berufsorientierung, die bereits in der Grundschule dabei hilft, Talente zu entdecken und zu fördern.
Beim „Tag der Öffentlichkeit“ erhielten auch Eltern und Gäste die Gelegenheit, gemeinsam mit den Kindern zu experimentieren. Das Ziel geht jedoch über die zwei Projektwochen hinaus: Die gesamte Schulfamilie ist aufgerufen, die Stationen nachzubauen, um die Experimente nachhaltig in den Schulalltag zu integrieren.
Träger der Initiative ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. Weitere Informationen zum Projekt und zur Bildungsinitiative finden Sie unter www.tezba.de.