Vom 25. bis 29. Mai tauschten 15 technikbegeisterte Schülerinnen ihre Schulbank gegen Werkzeug und Lötkolben, um eine Woche lang tief in die Praxis moderner Industrieberufe einzutauchen.
Auf dem Plan stand in der bayerischen Landeshauptstadt ein echtes elektronisches Highlight: Der Bau eines voll funktionsfähigen, elektronischen Würfels.
Eine Partnerschaft mit starker Tradition
Das Camp-Format ist ein wichtiger Pfeiler der Bildungsinitiative Technik – Zukunft in Bayern. Bei der Knorr-Bremse AG in München hat dieses Engagement bereits tief verwurzelte Tradition: Das Unternehmen öffnete in diesem Jahr bereits zum stolzen 24. Mal seine Tore für das Projekt. Florence Bröcheler, Ausbildungsleiterin am Standort München, erklärt den nachhaltigen Ansatz: „Mit unserer Beteiligung am Mädchen für Technik-Camp investieren wir gezielt in frühzeitige Nachwuchsförderung und zeigen praxisnah, dass technische Berufe innovativ, wertschöpfend und zukunftsrelevant sind.“
Löten, Feilen, Zukunft planen
Unterstützt von erfahrenen Auszubildenden und Ausbildenden lernten die Mädchen im Alter von 12 bis 14 Jahren, wie man Schaltkreise lötet und Metall präzise bearbeitet. Für viele war es der erste Kontakt mit echtem Industriewerkzeug – und ein voller Erfolg. Die 13-jährige Franziska zog ein begeistertes Fazit: „Ich konnte hier viele neue Sachen lernen wie z. B. das Pfeilen und am meisten Spaß hatte ich beim Löten. Durch das Camp konnte ich neue Freunde kennenlernen und bin sehr gespannt wie das Werkstück am Ende aussehen wird.“
Neben der Praxis in der Werkstatt bot das abwechslungsreiche, pädagogisch begleitete Rahmenprogramm Raum für Teamgeist und neue Freundschaften. Am Finaltag präsentierten die Teilnehmerinnen ihre selbstgebauten elektronischen Würfel stolz den Vertretern von Knorr-Bremse sowie ihren Eltern und Förderern.
Starke Förderung für den weiblichen Nachwuchs
Um allen interessierten Mädchen die Teilnahme unabhängig vom Hintergrund zu ermöglichen, ist das komplette Camp-Angebot kostenfrei. Hinter der Initiative steht ein starkes Netzwerk: Hauptförderer sind die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbände bayme vbm. Ebenso wird das Projekt vom Bayerischen Staatsministerium für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie gefördert und vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. als Träger umgesetzt.
Der direkte Kontakt mit echten Vorbildern vor Ort hat bei den Teilnehmerinnen bleibenden Eindruck hinterlassen und gezeigt, dass die Industrie von morgen weibliche Talente dringend braucht.
Weitere Informationen zum Projekte finden Sie unter www.tezba.de.