„Wieso bleibt der Ballon in der Luft?“, „Warum machen die Rohre verschiedene Töne?“ und „Wieso rollt die Kugel aufwärts?“ -diese und ähnliche Fragen stellen sich Schulkinder, wenn sie an den Stationen der MINIPHÄNOMENTA experimentieren. Das Bildungsprojekt gibt es seit rund 20 Jahren in Bayern und ist bei Grundschulen sehr beliebt: Oft warten sie jahrelang auf ihre Teilnahme, die kostenlos ist, aber großen Einsatz erfordert. So werden die Lehrkräfte in einer Fortbildung auf das pädagogische Konzept geschult, bevor der Experimentierparcours für zwei Wochen an der Schule einzieht.
Spielerischer Zugang zu Naturwissenschaften und Technik
Mit der MINIPHÄNOMENTA verwandelt sich die Schule in ein Forschungsparadies: Überall auf den Gängen, in der Aula und den Klassenzimmern experimentieren und forschen die Kinder frei und eigenständig. Ziel ist, selbstgesteuertes Lernen zu fördern und Naturwissenschaft hautnah erlebbar zu machen, um so auch eine effektive Nachwuchsförderung zu erreichen. bayme vbm Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt erklärt: „Die Sicherung des Arbeitskräfte-und Fachkräftebedarfs ist für unseren Wirtschaftsstandort eine der großen Zukunftsaufgaben. Die MINIPHÄNOMENTA sorgt für praxisnahe und frühzeitige Berufsorientierung. Sie hilft den Kindern dabei, bereits in der Grundschule ihre Stärken und ihre Begeisterung für MINT-Themen zu entdecken. Dadurch ermöglicht sie die effektive Förderung junger Talente als Fachkräfte von morgen. Wir unterstützen das Projekt gerne als Hauptförderer.“
Nach den Projektwochen liegt es an der Schule, ihre eigenen Experimentierstationen nachzubauen und die MINIPHÄNOMENTA langfristig zu erhalten. Wer das erfolgreich umsetzt, verdient eine öffentliche Anerkennung.
Eine Auszeichnung für besonderen pädagogischen Einsatz
Die Auszeichnung ist deutschlandweit einmalig und soll bayerische Schulen würdigen, die sich mit der MINIPHÄNOMENTA in Bayern über den Lehrplan hinaus für die naturwissenschaftliche Bildung ihrer Kinder einsetzen. Den Titel „MINIPHÄNOMENTA-Schule“ vergibt eine Fachjury alle zwei Jahre, derzeit dürfen sich 12 bayerische Grundschulen so nennen. Nun hat auch die Grundschule Jandelsbrunn ihr herausragendes Engagement unter Beweis gestellt und erhält dafür eine besondere Würdigung. Sie hat mit dem Projekt schon eine besondere Reise hinter sich:
Die Teilnahme an der MINIPHÄNOMENTA im Jahr 2025 weckte sowohl bei den Kindern als auch bei den Lehrkräften die Begeisterung für das Forschen und Entdecken. Um diesen Forschergeist nachhaltig zu fördern, schlossen sich Eltern, Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte zusammen, um gemeinsam ihre Lieblingsstationen nachzubauen. Die Finanzierung übernahmen der Elternbeirat und der Sachaufwandsträger. Die zehn entstandenen Stationen wurden regelmäßig in den Unterricht integriert. Darüber hinaus wurden freie Forscherstunden eingeführt, in denen die Kinder Raum und Zeit erhielten, ihren eigenen Fragen nachzugehen und selbstständig Antworten zu finden.
Knapp ein Jahre später bewarb sich die Schule um die Auszeichnung als „MINIPHÄNOMENTA-Schule“ – mit Erfolg: Die Fachjury konnte überzeugt werden. Die feierliche Prämierung findet im Beisein der gesamten Schulfamilie statt. Schulleiterin Brigitte Penzenstadler blickt mit Stolz auf den Weg zu dieser besonderen Auszeichnung zurück: „Die MINIPHÄNOMENTA passt bestens zu unserem Schulprofil und ist zu einem festen Bestandteil unserer Schule geworden. Wir freuen uns sehr, dass wir es mit großer Motivation und vereinten Kräften geschafft haben, dieses tolle Projekt zu unserem eigenen zu machen. Ich sehe jeden Tag, welchen Mehrwert es unseren Schulkindern bietet!“
Weitere Informationen und Pressematerial finden Sie auf www.tezba.de.
Auf dem Gruppenbild von links nach rechts: Roland Freund (Erster Bürgermeister der Gemeinde Jandelsbrunn), Elisa Franko (Projektleiterin MINIPHÄNOMENTA in Bayern), Karen Tervoort (bayme vbm Geschäftsstelle Niederbayern), Rebecca Mandl (Lehrkraft Grundschule Jandelsbrunn), Brigitte Penzenstadler (Rektorin Grundschule Jandelsbrunn) und Andreas Fischer (Schulrat).
Bildquelle: Josef Schinagl