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Begeisterung für technische Berufe ungebrochen

Die ersten Unternehmen öffneten auch in diesem speziellen Jahr ihre Tore für die Teilnehmer*innen der bbw-Camps.

Nach dem Lockdown nutzten insgesamt 83 Jugendliche die Chance, sich in den Sommerferien um ihre Zukunft zu kümmern. Die ersten Unternehmen bzw. Hochschulen öffneten auch in diesem speziellen Jahr ihre Tore für die Teilnehmer*innen der beliebten Camps des Bildungswerks der bayerischen Wirtschaft e. V. Und ermöglichten den Jugendlichen damit Einblicke in die Arbeitswelt eines technischen Unternehmens.

Den Start machte das „Mädchen für Technik-Camp“ bei Brose Fahrzeugteile in Coburg. „Wir haben für Brose ein entsprechendes Hygienekonzept entwickelt und freuen uns, dass wir den Teilnehmerinnen dieses Ferienerlebnis ermöglichen können. Unsere Auszubildenden zeigen den Mädchen, dass technische Berufe abwechslungsreich sind, Spaß machen und eine attraktive berufliche Perspektive bieten. Durch die praktischen Aufgaben gewinnen die 12- bis 14-Jährigen Vertrauen in ihre eigenen Fähigkeiten, sie erhalten Einblicke in unsere moderne Arbeitswelt und erweitern vielleicht sogar ihr Berufsspektrum“, erläuterte Michael Stammberger, Leiter Ausbildung Brose Gruppe. Weitere Camps fanden bei  Bosch Rexroth, Hirschvogel Umformtechnik sowie  F.EE Industrieautomation statt.  

Gastgeber des letzten Sommerferien-Camps war Schnupp Hydraulik in Bogen. Dort durften die Mädchen mit Hilfe von zwei Auszubildenden ein Glücksrad bauen. Ein besonderes Highlight in der Woche war dabei der Besuch von SAT1 Bayern TV.

 

Teilnehmerin des „Mädchen für Technik-Camps“ beim Bohren der Platte für das Werkstück.

Im Mittelpunkt des „Bionik-Camps“ in Deggendorf stand die Frage, mit welchen Lösungen aus der Natur die Fassade der Zukunft gestaltet werden kann. Bei der Ideenfindung erhielten die Teilnehmer*innen Unterstützung von Bionik-Expert*innen des Unternehmens und der Hochschule – und lernten dabei die Arbeit an der Schnittstelle von Natur und Technik kennen. Bei den Teilnehmer*innen hat der Bionik-Funke jedenfalls gezündet: „Im ,Bionik-Camp‘ habe ich gelernt, dass ein Gürteltier einen schusssicheren Panzer hat“, berichtete der 15-jährige Florian, der sich im Projekt mit der Schusssicherheit von Glasscheiben beschäftigte: „Natürliche Prinzipien für technische Anwendungen zu nutzen, finde ich sehr interessant.“ Den gleichaltrigen Finn hat besonders die wissenschaftliche Arbeit an der Technischen Hochschule beeindruckt: „Mir hat gefallen zu sehen, wie die Professoren forschen.“ Die 17-jährige Tiara kann sich nach dem Camp gut vorstellen, beruflich in die Biotechnologie zu gehen: „Weil man ein unglaublich breit gefächertes Forschungsfeld hat und die einzigartige Möglichkeit bekommt, kreativ zu arbeiten.“

Schülerin des „Bionik-Camps“ beim Beobachten am Mikroskop.

Neben den beiden Camp-Formaten gab es außerdem ein gemeinsames Forscherinnen-Camp mit dem  Hochschulzentrum Donau-Ries. Die Mädchen beschäftigen sich mit der Programmierung und Steuerung von Robotern und machen einen „Roboterführerschein“. Dabei unterstützten sie Dozent*innen und Studierende. Zudem erhielten die jungen Forscherinnen Einblick in verschiedene Studiengänge. In Interviewrunden und im persönlichen Austausch mit Studentinnen und Professorinnen lernten die Mädchen erfolgreiche Karriereverläufe von Frauen in technischen Wissenschaftsdisziplinen kennen. Der geologische Exkurs zum Rieskrater machte auch dieses Camp zu etwas ganz Besonderem.

Camp-Teilnehmerin übt sich im Programmieren am Hochschulzentrum Donau-Ries.

Am Ende der Woche stellten alle Schüler*innen bei einer Abschlussveranstaltung ihre Projektergebnisse vor – voller Engagement und Begeisterung entweder vor Ort oder in digitalen Formaten. Eltern, Unternehmens- und Hochschulvertreter*innen sowie Förder*innen staunten über die Ergebnisse in den einzelnen Projekten.

Trotz der aktuellen Situation durch COVID-19 sind die Veranstalter sehr zuversichtlich, dass die Camps in den Herbstferien ebenfalls stattfinden können. Natürlich werden auch dann die geltenden Schutzmaßnahmen und Sicherheitsvorschriften berücksichtigt.

Eine Übersicht aller stattfindenden Camps finden Sie unter www.tezba.de/camptermine.

Bewerbungen sind noch bis 4. Oktober 2020 möglich!

Die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind 17 Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 25 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem weitere Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.

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