NEUE WEGE SCHAFFEN EIN GEWINN FÜR ALLE

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Brücke in den ersten Arbeitsmarkt

München, 01.12.2020 Der Einstieg in die Arbeitswelt fällt Menschen mit physischen oder psychischen Einschränkungen häufig schwer. Mit der Maßnahme „Unterstützte Beschäftigung“ helfen die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) – ein Unternehmen der bbw-Gruppe – beim Sprung in den regulären Arbeitsmarkt. Ein Gewinn für die Teilnehmenden und für die Unternehmen.

Die Vermittlungsquote aus dem Projekt in eine sozialversicherungspflichtige Stelle liegt bei rund 50 Prozent. „Das ist relativ hoch. Vor allem wenn man bedenkt, dass für unsere Teilnehmenden als Alternative  die Beschäftigung in einer Behindertenwerkstatt oder eine Erwerbsunfähigkeitsrente bliebe. Doch viele können problemlos auch ganz ‚normale‘ Tätigkeiten erledigen. Aufgabe der bfz ist, passende Stellen zu den entsprechenden Einschränkungen mit den Betrieben zu definieren. Das gelingt durch Praktika, sowie einen engen Austausch mit den Unternehmen und Feedback-Gesprächen mit den Betroffenen. Das Projekt ist ein Sprungbrett in den regulären Arbeitsmarkt“, erklärt Catharina Raubal, Produktmanagerin Rehabilitation bei den bfz.

Zlatuse Gasparova arbeitet als Näherin

Über die „Unterstützte Beschäftigung“ bekam Zlatuse Gasparova aus Hof eine Festanstellung als Näherin bei der Firma Chrispack. Die Tätigkeit macht der 31-jährigen Mutter Spaß: „Ich bin richtig glücklich, diesen Job bekommen zu haben. Nähen war schon immer meine Leidenschaft.“ Dass sie schwerhörig ist und für manche Dinge etwas länger braucht, ist bei der Verrichtung ihrer Arbeit kein Hindernis. Geschäftsführer Dr. Michael Sachs ist sehr zufrieden: „Sie ist engagiert, gewissenhaft und freundlich. Mit den bfz war die Zusammenarbeit sehr gut. Ich bin dankbar, dass es solche Möglichkeiten gibt. Frau Gasparova ist eine Bereicherung für unser Unternehmen – also eine win-win-Situation für alle.“        

Franziska Hornig kümmert sich jetzt um Senior*innen

Die 33-Jährige ist auf einem Auge blind und kann sich nur schwer orientieren. Trotzdem hat sie gute Chancen als Helferin im Betreuungsbereich des Seniorenheims Christiansreuth in Hof angestellt zu werden. Dort verrichtet sie momentan ihr Praktikum. Franziska Hornig organisiert Brettspiele mit den Senior*innen, geht spazieren oder unterhält sich mit ihnen – wichtige Tätigkeiten, die in Pandemie-Zeiten aus Personalnot und wegen Besuchsbeschränkungen oft zu kurz kamen. „Ich wünsche mir eine feste Beschäftigung, denn die Arbeit mit den Seniorinnen und Senioren gefällt mir sehr gut“, erzählt Hornig.

Milena Roos arbeitet in einem integrativen Kindergarten

Die Kita „Farbenfroh“ in Neustadt bei Coburg verfolgt nicht nur bei den Kindern einen integrativen Ansatz. Sie ist auch offen für Mitarbeitende mit Handicap wie die 21-jährige Milena Roos. Mithilfe einer bfz-Qualifizierungstrainerin absolvierte sie ein Praktikum im Kindergarten. Die junge Frau berichtet: „Ich bin im hauswirtschaftlichen Bereich tätig. Dort bereite ich Essen für die Kinder zu und erledige Küchenarbeiten. Danach kümmere ich mich um die Wäsche. Es ist schön, hier zu sein.“ In Kürze wird sie die Mitarbeiter*innen der Kita als Vollzeitkraft unterstützen. „Milena ist hier voll integriert und gehört bereits zum Team. Ich sehe in ihr großes Potenzial. Bei uns wird sie gefordert und gefördert“, so Karin Kühnel, Erzieherin in der Einrichtung.

Die bfz führen seit 2009 die Qualifizierungsmaßnahme in Kooperation mit den örtlichen Arbeitsagenturen durch. Aktuell nehmen an 15 Standorten rund 340 Menschen teil. Die Maßnahme kann bis zu zwei Jahre dauern. In dieser Zeit bezahlt die örtliche Agentur für Arbeit das sogenannte „Übergangsgeld“. Auch im Anschluss kann der Arbeitsplatz bezuschusst werden.

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Zlatuse Gasparova arbeitet als Näherin bei der Firma Chrispack in Rehau. Foto: bfz

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Franziska Hornig nimmt sich Zeit für eine Bewohnerin des Seniorenheims Christiansreuth in Hof. Foto: bfz

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Milena Roos ist bei den Kindern des integrativen Kindergartens in Neustadt willkommen. Foto: Peter Tischer

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Weitere Informationen

bbw Unternehmenskommunikation
Eva Heymann
Telefon 089 44 108 216
E-Mail eva.heymann@bbw.de

Hintergrund

Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH

Die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) bieten an rund 150 Standorten in Bayern passgenaue individuelle Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten an. Die Qualifizierungen entsprechen den aktuellen Anforderungen der modernen Arbeitswelt, in der neben spezifischen Qualifikationen und guten Fachkenntnissen auch soziale Kompetenzen und Teamfähigkeit unverzichtbar sind. Im Auftrag der Arbeitsagenturen und Jobcenter und gemeinsam mit regionalen Partnern verschaffen die rund 3.200 bfz-Mitarbeiter*innen Menschen jeder Altersgruppe ein Sprungbrett in Job oder Ausbildung. Die bfz gGmbH ist eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw-Gruppe).

bfz.de

Die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind 16 Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 25 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem weitere Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.

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