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proSenio: Soziale Dienstleistung für Ältere

So lange wie möglich in den eigenen vier Wänden leben können: Diesen Wunsch äußern viele Senior*innen.

Ambulante Pflege sichert die medizinische Versorgung in Deutschland. Doch was ist mit Kochen, Putzen und den vielen Mühen des Alltags? Mit proSenio schließt die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) diese Lücke und kümmert sich um die Dinge des Lebens, die im Alter an Bedeutung gewinnen – auch oder sogar gerade während der Corona-Pandemie.

Senior*innen brauchen konkrete Unterstützung

Neben den haushaltsnahen Dienstleistungen wie Staubsaugen, Waschen, Bügeln und Einkaufen erfüllen die proSenio-Angestellten auch persönliche Wünsche: Sie gehen mit den älteren Damen und Herren spazieren, bereiten gemeinsam das Essen zu oder tauschen sich aus. „Gerade in schwierigen Zeiten ist ein gutes Miteinander wichtig: Die Kontakt- und Ausgangsbeschränkungen während des Lockdowns haben vor allem die  älteren Menschen stark belastet“, beschreibt Tatjana Tichy, Produktmanagerin der gfi.

Nachfrage steigt trotz Corona

Nach der ersten Verunsicherung und einigen Absagen stieg die Kundenzahl um 20 Prozent im ersten Halbjahr 2020. Ein Grund sei unter anderem der offene Umgang mit der Corona-Thematik, meint Tichy: „In einem persönlichen Gespräch bitten wir die Seniorinnen und Senioren, sich bei auftretenden Krankheitssymptomen frühzeitig bei uns zu melden. Daneben klären wir sie darüber auf, dass ein Infektionsrisiko durch unsere Angestellten nicht vollständig ausgeschlossen werden kann. Bei Unsicherheit bieten wir an, die Dienstleistung kostenlos abzusagen. Von dieser Möglichkeit haben aber bisher nur wenige Gebrauch gemacht.“ Für die Helfer*innen gibt es strikte Hygienevorschriften und eine Schutzausrüstung. Wo immer möglich, wird ein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten.

Zur Entstehungsgeschichte

Das Pilotprojekt startete 2019 im oberfränkischen Hof: Die gfi-Mitarbeiterin Cornelia Schaller kümmerte sich damals während ihrer Elternzeit um ihre Großmutter Frieda. Die 80-Jährige konnte nach einem Sturz ihre alltäglichen Aufgaben nicht mehr erledigen – selbst der Weg zum Supermarkt war alleine nicht möglich. Als Cornelia Schaller ihre Arbeit wieder aufnahm, fand sie kein Angebot zur Alltagsunterstützung ihrer Großmutter . Gemeinsam mit ihrem Arbeitgeber, der gfi, entwickelte sie kurzerhand selbst ein Konzept für diese Dienstleistung. Der erste Testlauf war erfolgreich. Im zweiten Jahr zählten in der Region Hof schon über 350 ältere Menschen zum Kundenstamm. Die Nachfrage wächst weiter. Bis zu vier Interessenten täglich informieren sich über das Angebot. Ein wesentlicher Begleitaspekt: Berufstätige Angehörige werden durch das gfi-Angebot entlastet. „Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf in Bayern“, betont Tichy.

proSenio in Bayern

Der hohe Zuspruch gab Anlass zu einer Ausweitung des Angebots auf ganz Bayern: An insgesamt elf Standorten gibt es jetzt das Angebot, ein weiterer ist in Planung. Informationen über die Dienstleistung und über finanzielle Unterstützung durch die Pflegekassen erhalten Betroffene auf der Homepage oder beim jeweiligen gfi-Ansprechpartner*in vor Ort.

Die proSenio-Mitarbeiterin Cornelia Schaller unterstützt eine Seniorin nicht nur bei den Mühen des Alltags, sondern nimmt sich auch Zeit für ein Gespräch. *Anmerkung: Das Foto stammt aus dem Jahr 2019 – vor Corona. (Bild: gfi)

Die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind 17 Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit knapp 10.000 Mitarbeiter*innen tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 25 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem weitere Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.

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