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Jugendsozialarbeit in der Corona-Krise unverzichtbar

Die Einschränkungen im Alltag während der Corona-Pandemie könnten Familien in psychische Belastungssituationen bringen, warnt das Bundesfamilienministerium. Ebenso stellt die Schließung aller Bildungseinrichtungen Jugendsozialarbeiter*innen (JAS) an Schulen vor Herausforderungen – denn gerade jetzt wird nach ihrer Beratung verlangt. Die JAS-Fachkräfte der Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) in Augsburg helfen deshalb den Kindern und Jugendlichen weiterhin per (Video-)Telefon und E-Mail.

„Gerade in unruhigen Zeiten benötigen junge Menschen eine Anlaufstelle, wo sie sich mitteilen können und einen Ratschlag erhalten: Womit kann ich meine Familie unterstützen? Wie soll ich meinen Tag strukturieren? Ich bin wütend, mache mir Sorgen, habe Angst – was soll ich tun? Um diese Fragen geht es bei den Beratungen“, erklärt Alexander Lahner, Sozialarbeiter der gfi an der St.-Max-Grundschule in Augsburg. Dort kümmert er sich hauptsächlich um sozial benachteiligte Kinder, Jugendliche und deren Familien. „In den Gesprächen zeigt sich eine klare Tendenz: Vielen fällt es schwer, einem geordneten Tagesablauf zu folgen. Mein Tipp an alle: feste Zeiten fürs Aufstehen, Frühstücken, Hausaufgaben und Lernen einhalten. Aber auch Pausen, Freizeitaktivitäten und die Bettgeh-Zeiten sollten im Voraus geplant werden. Eine Routine ermutigt, weiterzumachen“, fügt er hinzu.

Bei Ausgangsbeschränkungen und „Social Distancing“ ist kreative Freizeitgestaltung gefragt. „Wir schlagen den Jugendlichen Alternativen zum digitalen Medienkonsum vor: Spaziergänge, Brettspiele, Basteln, einen Brief schreiben oder das Telefonat mit den Großeltern – es gibt viele Möglichkeiten“, so Lahner. Wichtig sei es, den Heranwachsenden eine sinnvolle Beschäftigung, aber auch Halt, Zuwendung und Sicherheit zu geben.

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend befürchtet eine Zunahme von Fällen häuslicher Gewalt. Die Nachfrage nach Unterstützung nähme zu und Hilfestrukturen müssten funktionieren. Bei der angebotenen Chat-Beratung „Nummer gegen Kummer“ sei ein Anstieg von 26 Prozent zu verzeichnen. Auch in der Jugendsozialarbeit an Schulen stieg die Anzahl der neuen Beratungsanfragen.

Informationen zum Ansprechpartner finden Sie hier.

Die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind 17 Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 25 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem weitere Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.

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