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Internationales Projekt für syrische Flüchtlinge im Libanon

bfz bildet in Flüchtlingscamps künftige syrische Berufsschullehrer aus.

Im Rahmen eines 18 -monatigen Projektes, gefördert von der Bayerischen Staatskanzlei und im Konsortium mit dem privaten Verein Orienthelfer e.V. , bilden über 10 bayerische bfz - Berufsbildungsexperten verschiedener bayerischer Standorte unter Koordination des bfz Internationalen Bereichs Hof syrische Berufschullehrer aus.

Der Bürgerkrieg in Syrien ist die größte humanitäre Krise unserer Zeit. Die Lage hat sich durch das Vordringen der Terrororganisation Islamischer Staat noch dramatisch verschlechtert. Über 12 Millionen Syrer sind auf der Flucht. Fast vier Millionen syrische Flüchtlinge suchen Schutz in den Nachbarländern Jordanien, Libanon, Türkei und Irak.

Der Libanon ist das Land mit der höchsten Flüchtlingskonzentration pro Einwohner. Nach UN-Schätzungen werden bald mehr als 1,5 Millionen Syrer im Libanon als Flüchtlinge registriert sein, mehr als ein Drittel der libanesischen Wohnbevölkerung. Der massive Ansturm von syrischen Flüchtlingen ist für das kleine Land Libanon eine große Belastung.

Durch die Flucht haben die Flüchtlinge nicht nur ihr Hab und Gut verloren, sondern auch ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildung. Viele Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene können nicht zur Schule gehen oder eine Ausbildung machen. Diese Situation führt dazu, dass viele Flüchtlinge derzeit unter massiver Perspektivlosigkeit leiden. Dabei sind es diese Menschen, die nach Ende des Konflikts in Syrien gebraucht werden, um beim Wiederaufbau ihres Landes mitzuhelfen. Denn die meisten Flüchtlinge wollen nicht im Libanon bleiben, sie möchten zurück in ihr Heimatland.

Viele der Flüchtlinge haben keine Möglichkeiten der Weiterbildung. Sie leben zum Teil schon seit über 3 Jahren in Flüchtlingslagern oder in den Städten im Libanon. Gerade für junge Menschen bedeutet dies verlorene Lebenszeit und verstärkte Tendenz zur Radikalisierung. Deshalb soll das Projekt vor allem die jungen Menschen erreichen, deren Ausbildung bzw. berufliche Laufbahn durch den Krieg unterbrochen wurde und die dringend eine berufliche Perspektive benötigen.

Vor allem jungen Flüchtlingen soll im Rahmen des Projekts „Handwerkerschule Libanon“ durch Berufsorientierung, gewerblich - technische Qualifizierung und Vermittlung in Jobs eine Zukunftsperspektive gegeben werden, mit der sie für die Rückkehr in ihr Heimatland sowie für den Wiederaufbau nach dem Ende des syrischen Bürgerkrieges vorbereitet werden. Der internationale Bereich der bfz gGmbH hat bereits im Irak (Erbil) mehrere Trainings zur Berufsorientierung für Mitarbeiter von Ministerien, Berufsschulen und Firmen durchgeführt, an denen auch syrische Flüchtlinge teilnahmen. Die Erfahrungen, die aus diesen Trainings gewonnen wurden, fließen in das Vorhaben ein. Künftige syrische und libanesische Berufsschullehrer werden in den Bereichen Kompetenzanalyse, Teilqualifizierung und Arbeitsvermittlung durch bfz ausgebildet. Syrische Lehrer und Ingenieure der Flüchtlingsschulen, die selbst Flüchtlinge sind, erhalten eine Zusatzausbildung zum Berufsbildner von bfz Experten. Daneben werden Werkstätten (Container) Werkzeuge und Lehrmaterialien in Englisch und Arabisch erstellt, um den Flüchtlingskindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen eine beruflich Ausbildung neben der Allgemeinbildung mitzugeben.

Projekt Handwerkerschule Libanon


Das Projekt wird von privaten Spenden und einer Förderung durch die bayerische Staatskanzlei getragen. 

Kontakt:
Martin Wahl
Leiter bfz gGmbH, Internationaler Bereich Hof
Schleizer Str. 5 - 7
95028 Hof
Telefon: 09281 7177-14
Telefax: 09281 7177-25
wahl.martin@zentrale.bfz.de

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