Alles beginnt mit dem ersten Schritt Chancen entschlossen wahrnehmen

Sie befinden sich hier: Startseite  » News - Detailansicht

  • zur Navigation
  • zu den Informationen

Inklusion: Erfolgreiche berufliche Wiedereingliederung

Julia S. fasst mit Hilfe des Reha-Management des bfz nach schwerer Krankheit wieder Fuß im Berufsleben.

Bamberg, 12. Februar 2016: Julia S. macht eine Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, als sie berufsbedingt ernsthaft erkrankt und als Folge der anschließenden Behandlung eine schwere Form von Gelenkrheuma entwickelt. Julia S. schließt ihre Ausbildung trotz allem erfolgreich ab. Aber anschließend ist klar, dass sie sich beruflich umorientieren muss. Mit gerade mal 22 Jahren hat sie noch ihr ganzes Berufsleben vor sich.

Zuständig für die berufliche Rehabilitation ist die Berufsgenossenschaft Wohlfahrtspflege, die sich mit den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH in Verbindung setzt, um alles Notwendige in die Wege zu leiten. Hierfür bietet das bfz das Reha-Management an, ein individuelles ambulantes Integrationsangebot, das modular aufgebaut ist. Dabei wird zunächst geklärt, was für den Einzelnen notwendig ist. Nach Absprache mit dem Kostenträger werden dann die nächsten Schritte gemeinsam mit den Betroffenen geplant und umgesetzt.

Alexandra Lindner, eine der Reha-Fachkräfte im bfz, ist die Fallmanagerin für Julia S. Schnell wird in den Gesprächen klar, dass diese gerne im medizinischen Bereich bleiben möchte. Also gilt es, einen gesundheitlich angepassten Arbeitsplatz zu finden, bei dem keine große körperliche Belastung auftritt und der in Teilzeit möglich ist. Die Kontaktaufnahme mit Sabine Breumair, der Geschäftsbereichsleiterin des zentralen Schreibdienstes der Service Gesellschaft der Sozialstiftung Bamberg am Klinikum am Michelsberg, führte schließlich zur erfolgreichen beruflichen Wiedereingliederung.

Um auszuprobieren, ob eine Beschäftigung für Julia S. hier möglich ist, wurde zunächst eine Arbeitserprobung vereinbart. Diese für beide Seiten wichtige Testphase verlief erfolgreich. Sabine Breumair war sehr zufrieden und bot Julia S. im August eine 25-Stunden-Stelle an, die diese gerne annahm. Im Gegensatz zu ihren Kolleginnen und Kollegen macht Julia S. nur Frühschicht. „Ich bin froh, dass mich das gesamte Team so unterstützt. Das ist für mich keine Selbstverständlichkeit“, betont sie, sichtlich zufrieden mit ihrer neuen Arbeitsstelle. „Ich wollte unbedingt wieder arbeiten, zuhause fiel mir die Decke auf den Kopf.“

von links nach rechts: Alexandra Lindner (bfz), Julia S. und Sabine Breumair von der Servicegesellschaft der Bamberger Sozialstiftung
von links nach rechts: Alexandra Lindner (bfz), Julia S. und Sabine Breumair
(Servicegesellschaft der Bamberger Sozialstiftung)

Hilfreich war auch die Unterstützung der Berufsgenossenschaft, die die notwendige spezielle Arbeitsplatzausstattung und einen Lohnkostenzuschuss für die ersten sechs Monate finanzierte. „Diese Erfolgsgeschichte ist ein gutes Beispiel dafür, wie Menschen auch mit starken gesundheitlichen Einschränkungen berufstätig sein können. Wichtig ist dabei aber immer, dass die Rahmenbedingungen und das Arbeitsklima passen“, betont bfz-Fallmanagerin Lindner.

„Wir profitieren alle von dieser Zusammenarbeit und ich bin froh, dass wir mit der Unterstützung des bfz und der Berufsgenossenschaft eine neue Mitarbeiterin bekommen haben, die perfekt in das Team passt und sehr gute Arbeit macht. Ihre Arbeitsleistung unterscheidet sich in keinster Weise von der ihrer gesunden Kolleginnen.“ Diese Bilanz zieht Sabine Breumair beim Abschlussgespräch mit allen Beteiligten, das fester Bestandteil des Reha-Managements ist. Uta Parisek, die den Bereich der beruflichen Rehabilitation im bfz Bamberg koordiniert, ergänzt: „Natürlich läuft es nicht bei allen Rehabilitanden so glatt. Oft müssen Vorbehalte überwunden werden und manchmal lassen auch die körperlichen oder psychischen Einschränkungen eine Teilhabe am Arbeitsleben nur mit viel Kompromissbereitschaft zu. Aber durch die individuelle Förderung und die hohe Motivation der Betroffenen einerseits und die enge Vernetzung des bfz mit den Betrieben in unserer Region sowie deren kooperative Haltung andererseits, lässt sich häufig eine gute Lösung finden.“

Weitere Informationen:
bfz Bamberg
Uta Parisek
Telefon 0951 93224-57
www.ba.bfz.de

bbw-Gruppe

Newsletter

bbw Forum
Thema: Internationalisierung

bbw Forum, 1/2017 (PDF, 3 MB)

CERTQUA Logo

Die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Als verlässlicher Partner der Wirtschaft stellt die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. seit mehr als 40 Jahren branchenspezifische Lösungen bereit. Mit bedarfsgerechten Qualifizierungs- und Weiterbildungsangeboten und in zahlreichen Integrations-, Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten begleitet die bbw-Gruppe Arbeitnehmer bei Qualifikation, Höherqualifikation, Arbeitsplatzsuche und -sicherung. Zu diesem Zweck unterhält sie ein Netzwerk aus 18 Bildungs- und Beratungsunternehmen, Personal- und Sozialdienstleistern mit über 10.800 Mitarbeitern bundesweit.