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Ein Handwerk für die Zukunft

Im Libanon unterstützen die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft syrische Geflüchtete.

An einer Berufsschule erlernen sie ein Handwerk und erhalten damit das Wissen und die praktische Befähigung, später ihre syrische Heimat wiederaufzubauen.

Die Berufsschule Baalbeck im Libanon. Eine Oase der Zuversicht mitten in einem gebeutelten Land. Verwaltet wird sie von den Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinsam mit der Libanesischen Organisation für Studium, Aus- und Weiterbildung (Lebanese Organization for Studies and Training, LOST). Die Einrichtung liegt im Grenzland: Knapp hundert Kilometer sind es westwärts bis in die Hauptstadt Beirut, ans Meer. In der Gegenrichtung: Felsenlandschaft, Wüste. Und die Grenze nach Syrien. Bürgerkrieg, Not und Elend in Seh- und Hörweite – zum Greifen nah.

An einem Freitagnachmittag im Spätherbst bleibt diese Situation für ein paar Stunden ausgeblendet. Festliche Stimmung geht vom großen Versammlungsraum aus: Mehr als 450 Menschen feiern die „Graduation Ceremony“. Für 81 junge Frauen und Männer nimmt der Weg ins Leben in diesen Stunden einen neuen Lauf. Sie bekommen die Abschlusszertifikate für ihre Ausbildung in handwerklichen und handwerksnahen Berufen. Auf einem großen Banner über den Köpfen der Feiernden prangt das Bayerische Staatswappen. Daneben der Schriftzug: „BINA – The German-Bavarian Educational & Craftskills Project in Lebanon“, frei übersetzt: das Deutsch-Bayerische Ausbildungs- und Handwerksprojekt im Libanon. Die Mittel kommen aus dem Sonderprogramm „Perspektiven für Flüchtlinge in ihren Heimatländern“.

Es bleibt nicht beim Zertifikat: Für jeden Absolventen steht ein Werkzeugkasten oder ein vergleichbares Starter-Kit seines Berufsfelds als Geschenk bereit. Projektleiter Martin Wahl vom bfz gibt es ihnen mit einer Anregung auf den Weg: „Als ich 13 Jahre alt war, habe ich meine erste Werkzeugkiste erhalten und dann entdeckt, wie viel Spaß es macht, wenn man mit eigenen Händen arbeiten kann.“

Lesen Sie den vollständigen Artikel im Magazin „Perspektiven vor Ort“ der Bayerischen Staatskanzlei. Hier geht es zum pdf.

Die Ausbildung in handwerklichen und handwerksnahen Berufen hat einen doppelten Effekt für die jungen Flüchtlinge. Sozial entwurzelt und in schwierigsten Wohnverhältnissen, füllen sie ihre Zeit wieder mit Wertvollem: beruflicher Bildung.

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