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Digitaler Besuch

Der Bayerische Staatsminister für Gesundheit und Pflege, Klaus Holetschek, hospitierte im Online-Unterricht der bfz-Pflegefachschule in Memmingen.

Dem Unterallgäu, Memmingen und der Pflegefachschule ist Staatsminister Holetschek traditionell verbunden. Im digitalen Gespräch mit den Schüler*innen bezeichnete er das Thema „Pflege“ als eine der „größten Herausforderungen der Zukunft“ und „Schicksalsfrage der Generationen“. Aufgabe der Politik sei es hier, die Weichen richtig zu stellen. Vorschläge könnten steuerliche Verbesserungen für Pflegekräfte sein, die steuerliche Freistellung von Zuschlägen und ein spezieller Einstieg in das Rentenalter. Nicht nur die Wertschätzung sei bei der Betrachtung von Pflegeberufen herauszustellen, sondern auch die Kompetenz der Pflegekräfte. „Die Pflege ist ein Gesundheitsfachberuf im besten Sinne des Wortes“, wandte sich Holetschek an die angehenden Fachkräfte. „Pflegeberufe sind Kompetenzberufe und nicht nur auf die Empathie zu reduzieren, die Sie alle mitbringen, weil Sie sich um Hilfebedürftige kümmern. Ihre zukünftige Tätigkeit zeichnet hohe fachliche Qualifikation aus und sollte auch einen entsprechenden Stellenwert haben.“ 

Im Austausch mit dem Staatsminister sprachen die Schüler*innen Themen wie flexible Einsatzzeiten, Teilzeitausbildung, 35-Stunden-Woche und gerechte Bezahlung an. bfz-Schulleiter Martin Schilling und Fachlehrerin Brigitte Kis baten den Staatsminister, den Ausbildungsverbund Memmingen und Unterallgäu voranzutreiben, um Synergieeffekte besser nutzen zu können. Bei der neuen generalistischen Pflegeausbildung, die die bisherigen einzelnen Ausbildungsgänge abgelöst hat und in Memmingen seit September 2020 angeboten wird, sei es schwierig, Kooperationsvereinbarungen zu schließen. „Die generalistische Pflegeausbildung sollte auf Kooperation ausgelegt sein, nicht auf Konkurrenz, das würde Kapazitäten freischaufeln“, so Schulleiter Schilling.

Bereits 1990 gründeten die bfz ihre erste Schule – und zwar die Fachschule für Kunststofftechnik in Weißenburg. Die erste Pflegeschule (damals noch Fachschule für Altenpflege) entstand 1993 in Kitzingen. Inzwischen hat sich ein Netzwerk aus 56 staatlich anerkannten bfz-Schulen in Bayern entwickelt. Am Standort Memmingen sind vier Schulen vertreten: Die Fachschule für Heilerziehungspflege, die Fachschule für Heilerziehungspflegehilfe, die Berufsfachschule für Altenpflegehilfe und die Berufsfachschule für Pflege.

„Der Andrang auf die Ausbildungsplätze an unseren insgesamt neun Pflegeschulen war und ist sehr groß. Daher würden wir die Klassenzahl auch gerne erhöhen, allerdings fehlen an allen Schulen ausreichend Lehrkräfte. An diesem Lehrermangel scheitert oftmals die Zweizügigkeit“, betonte bbw-Vorstandsvorsitzender Hubert Schurkus. Gegenüber den Schüler*innen bekundete er seinen Respekt, dass sie diese Ausbildung gewählt haben. „Sie leisten einen enormen Beitrag für die Gesellschaft! Gerade in Zeiten der Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig die Pflege und wie groß der Bedarf an qualifizierten Fachkräften auf diesem Gebiet ist“, sagte Schurkus.

Hintergrund:

An 56 staatlich anerkannten Schulen an 20 Standorten bilden die bfz zu qualifizierten Fachkräften für die Anforderungen in Therapie und Pflege sowie im gewerblich-technischen Bereich aus. Das Angebot gliedert sich in fünf Schulbereiche: Fremdsprachen, Maschinenbau- und Kunststofftechnik, Heilerziehungspflege und Fachakademie Sozialpädagogik, Pflege-, Altenpflege, Sozialpflege sowie Logopädie, Physiotherapie, Ergotherapie und Podologie. Träger sind die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gGmbH. Die bfz legen großen Wert auf Praxisnähe: Betriebliche Praktika und Ausbildungsphasen in Unternehmen ermöglichen es je nach Ausbildungsrichtung parallel zum Ausbildungsgang, Berufserfahrung zu sammeln und berufliche Perspektiven zu entwickeln. 

Die bfz sind eine Gesellschaft der Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw.de). Die bbw-Gruppe ist einer der größten und erfolgreichsten Bildungsanbieter in Deutschland, tätig in den Feldern Bildung, Beratung, personale und soziale Dienstleistungen. www.schulen.bfz.de

Staatsminister Holetschek hospitierte im digitalen Distanzunterricht einer Altenpflegeklasse des bfz in Memmingen. Virtuell zugeschaltet waren auch der Vorstandsvorsitzende des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. sowie Standortleiter Klaus Schuster.

Die Schüler*innen tauschten sich im Fach „Politik und Gesellschaft“ intensiv mit Staatsminister Holetschek aus.

 

Aus München zugeschaltet war bbw-Vorstandsvorsitzender Hubert Schurkus.

bbw-Gruppe

Jahresbericht

Der erste rein digitale Jahresbericht stellt in Berichten, Reportagen, Interviews und Kurzbeschreibungen der Gesellschaften die Dienstleistungen und Angebote unserer Unternehmensgruppe dar – animiert und interaktiv nutzbar.

Jahresbericht 2020/21

Die Unternehmensgruppe des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.

Das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft (bbw) e. V. wurde 1969 von den Bayerischen Arbeitgeberverbänden gegründet und ist gemäß seiner Satzung im gesellschaftspolitischen Auftrag tätig. Die gemeinnützige Organisation ist heute eines der größten Bildungsunternehmen in Deutschland. Unter dem Dach des bbw e. V. sind 17 Bildungs-, Integrations- und Beratungsorganisationen mit rund 10.000 Mitarbeiter*innen tätig – vor allem in Bayern, aber auch bundesweit sowie international in 25 Ländern auf vier Kontinenten. Das bbw bietet sowohl frühkindliche Betreuung, Aus- und Weiterbildung für öffentliche Auftraggeber und Unternehmen als auch ein Studium an der Hochschule der Bayerischen Wirtschaft. Zum Portfolio gehören zudem weitere Dienstleistungen wie Zeitarbeit und eine Transfergesellschaft.

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