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MINT²¹: Realschüler entdecken, programmieren und experimentieren
Kultusminister Ludwig Spaenle, vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt und der stellvertretende Geschäftsführer des bbw, Michael Mötter, stellen mit bayerischen Realschülern Best-Practice-Beispiele der Initiative MINT²¹ vor.
München, 31. März 2011: Ein von Schülern selbst programmierter Roboter, der Golf spielen kann, Schülerinnen der fünften Jahrgangsstufe, die durch eigenes Erforschen Naturgesetze entdecken, und Jugendliche, die Grundschüler an experimentelle Arbeitsweisen heranführen – all diese Beispiele zeigen: Naturwissenschaften machen Spaß.
Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern der Realschulen Bessenbach, Herrsching und Rosenheim haben heute Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., und Michael Mötter, stellvertretender Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V., die MINT²¹-Initiative vorgestellt.
"Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik – kurz MINT – dies sind immer noch oft Fächer, die von manchen Schülerinnen und Schülern zunächst mit Skepsis betrachtet werden. Die MINT²¹-Initiative hat es sich deshalb zum Ziel gemacht, junge Menschen früh an die Naturwissenschaften des 21. Jahrhunderts heranzuführen", erklärt Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle.
"Die bayerische Realschule ist ein Erfolgsmodell. Um aber das besondere Profil der Schulart Realschule - die enge Verzahnung von anspruchsvoller Theorie mit der Praxis - weiter zu schärfen und die bayerischen Realschulen zukunftsfähig zu positionieren, wurde von mir zu Beginn des vergangenen Schuljahres die Initiative Realschule 21 angestoßen", erklärt der Minister. Als eine offene Schulart optimiere dabei die Realschule ihre Schnittstellen zu anderen Schularten, insbesondere zur Fachoberschule. Kultusminister Spaenle: "Die Realschule entwickelt ihren Unterricht auf besonders zukunftsrelevanten Feldern weiter: Der MINT-Bereich ist ein solches."
Ausgehend von Realschulen, an denen die Vermittlung dieser Fächer an Schülerinnen und Schüler besonders gut gelingt, sollen deren Best-Practice-Beispiele nun Schule machen. In acht regionalen Netzwerken erproben dazu im Rahmen der MINT²¹-Initiative 32 Realschulen Maßnahmen, um dort die Anzahl von Schülerinnen und Schülern, die sich für den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zweig entscheiden, zu erhöhen. Außerdem arbeiten die Schulen an der Steigerung der Unterrichtsqualität in den MINT-Fächern.
"Laut der vbw-Studie ‚Arbeitslandschaft 2030’ werden allein in Bayern bereits 2015 rund 520.000 Fachkräfte fehlen. In der Metall- und Elektroindustrie ist der Fachkräftemangel jetzt schon spürbar. Vor diesem Hintergrund brauchen wir mehr Schüler und vor allem Schülerinnen, die das Wahlpflichtfach I, also den mathematisch-naturwissenschaftlich-technischen Zweig wählen. Realschul-Absolventen haben sehr gute Chancen auf einen Ausbildungsplatz in der M+E-Industrie mit ausgezeichneten Aufstiegs- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Rund die Hälfte der Auszubildenden in der bayerischen M+E-Industrie sind Realschul-Absolventen. Die MINT²¹-Initiative an Bayerischen Realschulen ist aus Sicht der Wirtschaft genau der richtige Ansatz", so der Hauptgeschäftsführer der bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverbände bayme vbm und der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. Bertram Brossardt.
Unterstützung erfährt die MINT-Förderung an den bayerischen Realschulen nicht nur von der vbw, sondern auch vom Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. "Gerade die MINT²¹-Initiative an bayerischen Realschulen bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, die Gestaltungskraft der Schulen selbst zu stärken. Sie erlaubt einen großen Freiraum, Maßnahmen zur Förderung der MINT-Kompetenzen zu entwickeln, zu verbessern und letztlich vielen anderen Realschulen zur Verfügung zu stellen", betont Michael Mötter, stellvertretender Geschäftsführer des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft.
Folgende MINT²¹-Projekte wurden von den Realschülern auf der Pressekonferenz vorgestellt:
- Realschule Bessenbach: Wahlfach Robotik
- Staatliche Realschule Herrsching: Wahlfach für Mädchen-Klasse
- Staatliche Realschule Rosenheim: Große lehren Kleine

Der stellvertretende bbw-Geschäftsführer Michael Mötter
Bild: Steffen Leiprecht

Schulklasse mit Bertram Brossardt, Dr. Ludwig Spaenle und Michael Mötter
Bild: Steffen Leiprecht
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Dr. Andreas Hochholzer
Projektleitung MINT²¹
Initiative an bayerischen Realschulen im StMUK
Postanschrift:
Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus
Salvatorstraße 2
80333 München
Telefon: 089 2186-2254