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„Forscherinnen-Camp“ an der Hochschule Deggendorf und bei Kermi
Schülerinnen tüfteln an innovativen Heizkörpern
Deggendorf, 10.08.2012: Zehn Mädchen aus ganz Bayern haben sich in den Sommerferien im „Forscherinnen-Camp“ an der Hochschule Deggendorf und bei der Kermi GmbH als Ingenieurinnen versucht. Während die Mädchen an der Hochschule in das ingenieurwissenschaftliche Studium eintauchen konnten, lernten sie bei Kermi den Arbeitsalltag der Ingenieurin kennen. Die Kermi GmbH ist einer der führenden Hersteller für Heiztechnik- und Sanitärprodukte in Europa, mit Hauptsitz im niederbayerischen Plattling. Hier fand auch in 2007 das allererste „Forscherinnen Camp“ statt. Bei diesem Projekt, das das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. in Kooperation mit Unternehmen, Universitäten und Hochschulen bayernweit veranstaltet, hatten die Gymnasiastinnen und Fachoberschülerinnen fünf Tage Zeit, um einen Heizkörper unter Berücksichtigung zukünftiger Technologietrends zu entwickeln – und zwar wissenschaftlich und praxisnah zugleich. Professoren und Dozenten der Hochschule Deggendorf sowie ein Projektteam von Kermi waren nicht nur Sparringspartner bei der Lösung der Aufgabe, sondern verkörperten auch die beruflichen Vorbilder.
Lösungsansätze präsentierten die Teilnehmerinnen am letzten Camp-Tag ihren Eltern und vielen Ehrengästen, darunter auch Kultusstaatsekretär Bernd Sibler. Er sieht in den „Forscherinnen-Camps“ eine sinnvolle Ergänzung der Berufsorientierung an den Gymnasien. „Zudem stärken die Camps die Sozialkompetenzen und fördern die Persönlichkeitsentwicklung. Mädchen und junge Frauen, die in den Ferien in ihre beruflichen Perspektiven investieren, verdienen große Anerkennung.“ Das Engagement der Teilnehmerinnen lobte auch Dr. Christof Prechtl, Geschäftsführer und Leiter der Abteilung Bildung bei den bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeberverbänden bayme vbm, die das Bildungsprojekt finanziell und ideell fördern. Er verwies auch auf die Bedeutung der jungen Frauen für die Wirtschaft: „Damit unsere Unternehmen innovativ und wettbewerbsfähig bleiben, brauchen sie hochqualifizierte Nachwuchskräfte in technischen Bereichen. Wir möchten Frauen für diese Berufe begeistern und somit wertvolles Potenzial wecken. Bisher interessieren sich noch zu wenige von ihnen für bislang männerdominierte Berufe. Häufig, weil Mädchen gar nicht wissen, dass sie auch im Maschinen- oder Fahrzeugbau kreativ sein oder für den Umwelt- und Klimaschutz etwas tun können.“ Michael Mötter, stellvertretender Geschäftsführer des bbw, betonte, dass es wichtig sei, dass Kinder und Jugendliche Technik und Naturwissenschaft erleben: „Mit praxisnahen, kreativen und nachhaltigen Angeboten wie den ‚Forscherinnen-Camps’ stellen wir hierfür die richtigen Weichen.“ Auch Ursula Geßl, Personalreferentin der Kermi GmbH pflichtet dem bei: „Die Nachwuchsförderung liegt unserem Unternehmen sehr am Herzen – speziell auch dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken ist uns ein großes Anliegen. Der Beruf der Ingenieurin bietet enorme Zukunftschancen. Aktionen wie das ‚Forscherinnen-Camp’ sind eine wirklich tolle Initiative, um entsprechend Aufklärung zu leisten und Möglichkeiten aufzuzeigen.“
Dies bestätigt eine vom bbw in Auftrag gegebene Studie. Laut Evaluationsergebnissen gaben rund 75 Prozent an, dass sie sich durch den Blick hinter die Kulissen am besten informieren konnten. Ebenso viele wollen nach dem Camp-Besuch ein technisches oder naturwissenschaftliches Studium ergreifen. Die Mehrheit ist überzeugt, sich auch in einer Männerdomäne durchsetzen zu können. An den „Forscherinnen-Camps“ beteiligen sich in diesem Jahr neun Unternehmen und ebenso viele Hochschulen bzw. Universitäten. Die Camps sind, bis auf die Kosten für An- und Abreise, kostenlos. Für die Herbst-Camps können sich Schülerinnen noch bis zum 14. September unter www.tezba.de bewerben.
Text: Agnes Skutella, mbw - Medienberatung der Wirtschaft
Fotos: Ina Föckeler, bbw

Der stellvertretende bbw-Geschäftsführer Michael Mötter würdigt die Leistungen
im Forscherinnen-Camp. Links im Bild: Dr. Christof Prechtl, Geschäftsführer „Bildung“
bei bayme vbm.

Der bayerische Kultusstaatssekretär Bernd Sibler inmitten der Teilnehmerinnen am Forscherinnen-Camp.
Über Technik – Zukunft in Bayern?!
Die bayerischen Metall- und Elektro-Arbeitgeber bayme vbm engagieren sich für die Nachwuchssicherung im technischen Bereich und treten als Hauptsponsoren für die Bildungsinitiative „Technik – Zukunft in Bayern?!“ ein. Mit zahlreichen Projekten soll bei Kindern und Jugendlichen, insbesondere bei Mädchen, schon früh Interesse für technische und naturwissenschaftliche Zusammenhänge geweckt werden. Träger der Initiative ist das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. Das Bayerische Wirtschaftsministerium fördert zudem die Projekte für Mädchen und junge Frauen. Die Schirmherrschaft hat Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil übernommen.
Weitere Informationen:
Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.
Projektleitung „Forscherinnen-Camps“
Tina Koch
Telefon: 089 44108-141
E-Mail:
koch.tina@bbw.de
Im Internet:
www.tezba.de