Inhalt:
Historie
2010
Gründung der italienischen Tochtergesellschaft ifalp „Istituto di Formazione Applicata Lavorativa e Professionale S.R.L." mit Sitz in Verona.
Für ihre Erfolge auf dem Gebiet der Chancengleichheit wurden sechs Gesellschaften der bbw-Gruppe mit dem „TOTAL E-QUALITY"-Prädikat ausgezeichnet, darunter das bfz, das den Award zum fünften Mal in Folge erhalten hat. An das bfz erging außerdem der Zusatzpreis für „gelebte Vielfalt".
2009
Im Rahmen eines von der Bundesregierung aufgelegten Sonderprogramms bietet die bbw gGmbH Kurzarbeitern die Möglichkeit, sich weiterzuqualifizieren. So können Unternehmen die Konjunkturflaute gezielt für den zukünftigen Aufschwung nutzen und mit besser ausgebildeten Mitarbeitern durchstarten.
2008
Die Zulassung nach der seit Juli 2004 gültigen Anerkennungs- und Zulassungsverordnung – Weiterbildung – AZWV ist eine notwendige Voraussetzung zur Durchführung von Bildungsmaßnahmen, wie beispielsweise aus dem Sonderprogramm WeGebAU (Weiterbildung Geringqualifizierter und beschäftigter älterer Arbeitnehmer in Unternehmen). Bis zum April 2008 haben über 1.400 Bildungsmaßnahmen der bfz gGmbH und über 100 Maßnahmen der bbw gGmbH das Zulassungs- bzw. Wiederholungsverfahren bei der Fachkundigen Stelle (FKS) Certqua GmbH erfolgreich absolviert.
2007
Seit dem 1. Januar 2007 gibt es mit Sitz in Freising die „Akademie Kinder philosophieren im Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V.“. Sie verfolgt das Ziel, philosophische Inhalte und Methoden in der Aus- und Weiterbildung von Lehrern und Erziehern zu verankern. Kinder sollen in die Lage versetzt werden, sich selbst Wissen anzueignen, verantwortungsbewusst im sozialen Kontext zu handeln und moralisches Urteilsvermögen zu entwickeln. Damit setzt die Akademie inhaltlich an zentralen Anliegen des Bayerischen Bildungs- und Erziehungsplans an.
Neue Wege im Bereich der wirtschaftsnahen wissenschaftlichen Qualifizierung von Fach- und Führungskräften und in der engeren Verzahnung von Wirtschaft und Hochschulen gehen das Bildungswerk der Bayerischen Wirtschaft e. V. (bbw) und fünf Fachhochschulen des Netzwerks Greater Munich Area mit der gemeinsamen Gründung der Bavarian Academy of Management and Technology gGmbH. Neben Zertifikatsangeboten gehören auch weiterbildende Studiengänge zum Angebotsspektrum.
2006
Inzwischen sind elf Unternehmen unter dem Dach des bfz nach DIN ISO 9001:2000 zertifiziert.
2003
Mit den Hartz-Gesetzen und dem Ziel, Arbeitslose nachhaltig in den ersten Arbeitsmarkt zu vermitteln, beginnt Ende 2002 die Ära der PersonalServiceAgenturen (PSA). Die PSA können auf eine rund zehnjährige Zeitarbeitserfahrung im Rahmen der gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung (gAü) zurückgreifen. Nicht zuletzt deshalb liegen die Erfolgsquoten der gAü Holding GmbH PersonalServiceAgentur (gAü PSA) weit über den bundesweiten Durchschnittswerten. Aktuell liegt der Schwerpunkt der Zeitarbeit auf Branchenlösungen, die unter der Marke „procedo“ der Gesellschaft für personale und soziale Dienste (gps) mbH angeboten werden. So erhalten Unternehmen der Druck- und Medienindustrie, der Metall- und Elektroindustrie sowie der Papier und Kunststoff verarbeitenden Industrie Zeitarbeitnehmer, die mit den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Branchen bestens vertraut sind.
Die Ausweitung der arbeitsmarktpolitischen Aktivitäten in Österreich wird institutionalisiert durch die Gründung der bfz Österreich gGmbH als 100-prozentiger Tochter der Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft (bfz) gemeinnützige GmbH.
2002
Die berufliche Ausbildung und die betriebliche Weiterbildung leisten einen wesentlichen Beitrag zur Leistungsfähigkeit Deutschlands. Bildungs- und Personalverantwortliche in Unternehmen und Politik brauchen folglich innovative Konzepte und empirisch gesichertes Wissen über die Veränderungen der Bildungslandschaft und des Lernens. Mit der Gründung des Forschungsinstituts Betriebliche Bildung (f-bb) gGmbH wird der bereits seit 1985 bestehende Geschäftsbereich der Bildungsforschung ausgebaut. Kernaufgaben des f-bb sind Grundlagenforschung und Modellversuche zur beruflichen Ausbildung und zur betrieblichen Weiterbildung.
2000
Die Kenntnisse während der gesamten Berufstätigkeit auf dem neuesten Stand zu halten, ist unerlässlich – insbesondere jedoch in Branchen, in denen der technische Fortschritt das Wissen schnell veralten lässt. Um technischen Fach- und Führungskräften berufsbegleitende Qualifizierungen anzubieten, nimmt die Verbund Ingenieur Qualifizierung gemeinnützige GmbH (Verbund IQ) ihre Arbeit auf. Die Kooperation von bbw e. V. und der Georg- Simon-Ohm-Fachhochschule Nürnberg hat sich inzwischen fest in der Weiterbildungslandschaft etabliert.
Die grenzüberschreitenden Aktivitäten der bbw-Gruppe in den Nachbarländern im Rahmen des europäischen Einigungsprozesses nehmen stark zu. Das „bfz Tschechien gGmbH“ als 100-prozentige Tochter der bfz gGmbH wird gegründet.
1999
Um Strukturanpassungsprozesse von Unternehmen sozialverträglich abzuwickeln, wird die TRAIN Transfer und Integration GmbH gegründet. Die TRAIN führt transferorientierte Personalanpassungen durch. Mitarbeiter, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind, erhalten eine neue Chance auf Beschäftigung und Unternehmen die Beratung, die sie in diesem schwierigen Anpassungsprozess benötigen.
1998
Mit der Neustrukturierung der bbw-Gruppe wird ein wesentlicher Grundstein gelegt, die Zukunft des Unternehmens in einem zunehmend liberalisierten Bildungsmarkt zu sichern. Ein Mix aus Unternehmen und Marken ermöglicht es, Dienstleistungen anzubieten, die weit über die reine Qualifizierung hinausgehen. Neue Gesellschaften wie z. B. die Gesellschaft zur Förderung beruflicher und sozialer Integration (gfi) gGmbH und die Gesellschaft für personale und soziale Dienste (gps) mbH runden das Portfolio ab.
Der bbw e. V. bildet das Dach der Unternehmensgruppe. Der Verein wird weiterhin von bayerischen Wirtschaftsorganisationen und Unternehmen getragen. Die dezidierte Wirtschafts- und Arbeitsplatznähe der Angebote sind Programm.
1997
Durch die Erschließung neuer Aktionsfelder – zum Beispiel im Rahmen des Arbeitsmarktfonds oder durch Kooperationen mit den Trägern der Sozialhilfe – kann das bfz die Auftragsschwankungen im Rahmen der aktiven Arbeitsmarktpolitik der Bundesanstalt für Arbeit kompensieren. Die rasche Anpassung auf Veränderungen wird im Bereich der Bildungsdienstleistungen zu einem wichtigen Kriterium. Diese setzt auf Seiten des Dienstleistungsunternehmens eine Struktur voraus, die eine hohe Flexibilität mit gesicherter Qualität verbindet. bbw und bfz leiten diesen Strukturwandel in die Wege.
1996
Der Wettbewerb auf dem Bildungssektor verschärft sich. Die Erwartungen an ein Bildungsunternehmen verändern sich. Neben reinen Bildungsveranstaltungen werden deshalb auch komplette Problemlösungsdienstleistungen für arbeitsmarktpolitische, personelle, gesellschaftliche, technologische oder globale Herausforderungen angeboten. Eine Entwicklung zu noch mehr Markt- und Kundennähe setzt ein. Qualitätssicherung wird zu einem zentralen Thema.
bbw, bfz und Management Akademie München International (MAM-I) GmbH werden zum Jahresende von der unabhängigen Zertifizierungsgesellschaft CERTQUA, Bonn, nach der DIN EN ISO 9000 zertifiziert. Damit ist der zweijährige Prozess zur Einführung eines Qualitätsmanagement-Systems in der Unternehmensgruppe abgeschlossen.
1995
Das bfz wird neben dem Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) Mehrheitsgesellschafter (90 Prozent) der Fortbildungsakademie der Wirtschaft (FAW) gGmbH. Damit ist die FAW neben ihrem angestammten Kursprogramm für arbeitslose Akademiker bundesweit auch mit Konzepten des bfz vertreten. Einen besonderen Schwerpunkt bilden Lehrgänge im Bereich der beruflichen Rehabilitation.
Um auf die besonderen Anforderungen im Gefolge einer zunehmenden Internationalisierung der Märkte eingehen zu können, gründen bbw und bfz die „Management Akademie München International (MAM-I) GmbH“. Ziel der MAM-I ist, die im Ausland tätigen deutschen Unternehmen durch Beratungs- und Bildungsdienstleistungen zu unterstützen.
1994
Auf Initiative und in Kooperation mit dem Arbeitsamt München wird das Modellprojekt der gemeinnützigen Arbeitnehmerüberlassung (gAü) ins Leben gerufen. Dieses in Deutschland erstmalig durch das bfz gestartete Projekt bietet Arbeitslosen bessere Chancen, durch die Kombination von Leiharbeit und Qualifizierung eine Anstellung im ersten Arbeitsmarkt zu finden.
1993
Das bfz wirkt in den länderübergreifenden europäischen Gemeinschaftsprogrammen Force, Eurotecnet, Now, Comett und Helios mit und baut Partnerschaften mit Bildungsinstitutionen in Belgien, England, Frankreich, Italien und Portugal auf.
Bei der Entwicklung von Bildungsangeboten für das außereuropäische Ausland – Schwerpunkte sind Russland und China – arbeiten bfz und bbw zusammen.
1991
Um Jugendlichen mit psychischen Auffälligkeiten eine praxisgerechte Ausbildung zu ermöglichen, konzipiert das bfz den Betrieblichen Förderungslehrgang. In ihm werden die Jugendlichen auf den betrieblichen Alltag und die Betriebe selbst auf den Umgang mit dieser Personengruppe vorbereitet. Im Rahmen der ausbildungsbegleitenden Hilfen (abH) können sie auch während der Ausbildungszeit weiter durch das bfz betreut werden.
1990
Mit der Gründung einer Fachschule für Kunststofftechnik in Weißenburg beginnt für das bfz der Einstieg in die schulische Ausbildung. Kurz darauf erfolgen die Gründungen der Fachschule für Maschinenbautechnik in Amberg und der Fachakademie für Wirtschaft in Hof. 1993 kommen die Fachschulen für Alten- bzw. Familienpflege hinzu. Die Schulen im bfz werden zu einem Impulsgeber für die Weiterbildung im Umfeld der jeweiligen Fachausbildung.
1987
In diesem Jahr beginnt die Kooperation der MAM mit dem „Shanghai Industrial Management Training Center“. Dabei geht es darum, chinesische Führungskräfte mit westlichem Management vertraut zu machen. Gleichzeitig werden deutsche Führungskräfte qualifiziert, die auf dem chinesischen Markt Fuß fassen wollen.
1985
In diesem Jahr wird nicht nur der Vereinsname in Berufliche Fortbildungszentren der Bayerischen Arbeitgeberverbände e. V. geändert, sondern es erfolgt gleichzeitig eine Diversifizierung der Produktpalette. Beispielsweise finden erste Maßnahmen im Bereich der beruflichen Rehabilitation statt. Schulungsangebote in der Steuerungs- und Automatisierungstechnik, der CNC-Technik und Robotik werden entwickelt.
1983
Die Schulungskonzepte für Arbeitslose mit konsequenter Nutzung des Lernorts „Betrieb“ erfordern einen engen Bezug zu den regionalen Arbeitsmärkten und möglichst kurze Entscheidungswege bei der Realisierung von Aufträgen. Das führt zur Gründung der „bbw – Berufliche Fortbildungszentren e. V.“. Das Berufspraktische Jahr (BPJ) ist die erste flächendeckende Maßnahme. Sie dient der Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und kann als Ursprung aller späteren Aktivitäten des bfz betrachtet werden. Noch im selben Jahr werden die Beruflichen Fortbildungszentren der Bayerischen Wirtschaft gegründet.
1982
Aufgrund seiner gesellschaftspolitischen Ausrichtung hat das bbw die wichtige Aufgabe, den Dialog mit den gesellschaftlich relevanten Gruppen zu fördern. In Gesprächskreisen und Projekten mit Schulen, Behörden, Kirchen und Bundeswehr gilt es, Einsicht in unternehmerisches Handeln und verbandspolitisches Denken zu vermitteln. Als Dachorganisation für den Bereich Schule wird der „Studienkreis Schule-Wirtschaft Bayern“ gegründet. Seine Aktivitäten werden vom Geschäftsbereich „Wirtschaft im Dialog (WiD)“ betreut.
1981
Die zunehmende Arbeitslosigkeit zu Beginn der 80er Jahre betrifft neben fachlich schlecht ausgebildeten Mitarbeitern besonders viele Jugendliche. Deshalb konzipiert das bbw Lehrgänge, die sowohl auf die betriebliche Realität zugeschnitten sind, als auch die Eignungen und Neigungen der Teilnehmer berücksichtigen. Die persönliche Betreuung der Kursteilnehmer führt zu großen Erfolgen bei der (Wieder-) Eingliederung in den Arbeitsmarkt.
1971
Dienstleistungen für Unternehmen gehören schon früh zu den zentralen Tätigkeitsfeldern. Die „Management Akademie München“ berät und trainiert Fach- und Führungskräfte aller Ebenen. Mit dem Ziel, die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Kunden zu stärken, begleitet sie aktiv alle Prozesse im Unternehmen. Sie hilft bei der Optimierung der Strategien und bei firmenspezifischen Personalentwicklungsprogrammen.
1969
Die Gründung des „Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft e. V.“ ist die Antwort der Wirtschaft auf drängende sozialpolitische Fragen. Bis heute ist das bbw einer Gesellschaftspolitik verpflichtet, die die staatsbürgerliche, soziale, wirtschaftliche und berufliche Bildung junger und erwachsener Staatsbürger im Sinne einer freiheitlichen, sozial verpflichteten Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung fördert.
Schon im Gründungsjahr bietet das Bildungswerk Fort- und Weiterbildung für Betriebsräte an. Bei der Durchführung von offenen und internen Schulungen für Betriebsräte sowie Jugend- und Auszubildendenvertretern wird großer Wert auf neutrale, praxisorientierte und vor allem aktuelle Wissensvermittlung gelegt. Denn besonders in schwierigen Situationen der Wirtschaft ist es für den Betriebsrat äußerst wichtig, gut geschult und über gesetzliche Neuerungen zeitnah informiert zu sein. Nur dann kann er seine Aufgabe im Interesse der Belegschaft und des Betriebes optimal erfüllen.