Gleitender Übergang

Der Abgleich eigener Fähigkeiten und Interessen von Haupt- und Förderschülern in den Abgangsklassen mit den tatsächlichen Anforderungen verschiedener Berufe aus den Bereichen Technik, Wirtschaft und Soziales steht im Mittelpunkt des Mobilen Ausbildungscoachings.

„Was soll ich einmal werden?", lautet die Kardinalfrage, die sich alle jungen Menschen einmal beantworten müssen. Die Antwort hat für gewöhnlich weit reichende Folgen und muss deshalb wohl begründet sein. In der Praxis gehen Jugendliche häufig alles andere als zielsicher in Richtung Berufsleben. Eine Umfrage der Hochschul-Informations-System GmbH aus dem Jahr 2008 zeigt, dass 37 Prozent der Gymnasiasten ein halbes Jahr vor dem Abitur eingestehen: „Die Möglichkeiten sind schwer überschaubar", 29 Prozent sagen: „Ich bin mir unklar über meine Fähigkeiten" und 15 Prozent klagen: „Es ist schwer, hilfreiche Informationen einzuholen." Wie sollen dann um einiges jüngere Hauptschüler die für sie richtige Richtung bei der Bewerbung um einen Ausbildungsplatz einschlagen? Ihnen dabei zu helfen, ist Sinn und Zweck des Mobilen Ausbildungscoachings (MobA), wie es bereits einige bfz-Standorte anbieten. „Allzu oft leiten Klischeevorstellungen die Berufswahl", stellt Ludwig Weber, stellvertretender bfz-Leiter in Landshut, fest. „Oder - wie es besonders auf dem Land häufig geschieht - Vater gibt die Richtung vor."

Beim Mobilen Ausbildungscoaching, welches das bfz Landshut seit dem Schuljahr 2007/2008 sehr erfolgreich durchführt, kommen vom bfz beauftragte Ausbilder mit kompletter Ausrüstung in Haupt- und Förderschulen und bringen den Schülern der siebten, achten und neunten Jahrgangsstufen verschiedene Berufsfelder näher. Schon einige hundert Klassen mit mehreren tausend Schülern lernten so allein durch das bfz Landshut berufliche Anforderungen kennen und konnten mit sozialpädagogischer Unterstützung herausfinden, welches Berufsfeld ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Weber: „Zum Ausprobieren bieten wir mindestens fünf Berufsfelder an, welche die Realität des regionalen Lehrstellenmarktes widerspiegeln."

Im Zentrum stehen die persönlichen Leistungs- und Neigungsprofile der Schüler, die oft stereotype Festlegung auf tradierte, geschlechtsspezifische Berufsbilder soll durchbrochen werden. Für Schulen und Schüler ist MobA kostenlos, es wird von der Regierung und der Arbeitsagentur finanziert. Vergleichbare Programme bieten auch die bfz-Standorte Bamberg, Forchheim, Ingolstadt, Passau, Rosenheim und Traunstein an.

 

 

Weitere Informationen:
bfz Landshut
Ludwig Weber
Schillerstraße 2
84034 Landshut
Telefon: 0871 96226-16
Telefax: 0871 96226-60
E-Mail: E-Mail an: info.landshut@la.bfz.de

 

 

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